Beratungsgespräch in der Sprechstunde

Internationaler Vergleich von Behandlungsansätzen und Outcome bei Jugendlichen mit Anorexia nervosa (Studie)

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Ziele der Studie

Das zentrale Ziel bei der Behandlung von Jugendlichen mit Magersucht – die Gewichtsnormalisierung – wird in unterschiedlichen Ländern auf ganz unterschiedliche Art und Weise verfolgt.
Signifikante Unterschiede bestehen zum Beispiel bei:

  • der Wahl des Behandlungssettings (stationär vs. ambulant)
  • den Aufnahmekriterien für eine stationäre Therapie und deren Dauer
  • der Therapieform (Verhaltenstherapie, psychodynamische Therapie, Familienbasierte Therapie)
  • dem Ernährungsmanagement wie z.B. die Häufigkeit des Einsatzes einer nasogastralen Sonde

Derzeit ist nicht klar, welcher der verfügbaren Ansätzen die effektivste Behandlung ermöglicht. Literaturbasierte Voranalysen weisen auf eine Überlegenheit einer kurzen stationären Therapie, gefolgt von ambulanter, manualisierter, familienbasierter Therapie hin – allerdings sind diese vorläufigen Ergebnisse nicht belastbar, da eine valide Vergleichbarkeit durch Unterschiede in Studiendesigns und Untersuchungsmethoden, untersuchten Populationen und drop-out rate nicht gegeben ist. Deshalb untersuchen wir in einer prospektiven, internationalen, multizentrischen und naturalistischen Studie den Outcome jugendlicher Patientinnen mit Anorexia nervosa über 12 Monate hinweg in insgesamt 5 Studienzentren in Deutschland, Australien und in den Vereinigten Staaten. Die Ergebnisse werden dazu beitragen, entweder den aktuellen Behandlungsstandard in Deutschland zu untermauern, oder aber Hinweise liefern, wie die Behandlung hierzulande verbessert werden kann.

Projektförderung

Die Studie wird durch ein Elsa-Neumann Promotionsstipendium des Landes Berlin und Christina Barz-Stiftung gefördert.

Kooperationspartner

  • Prof. Johannes Hebebrand, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, LVR-Klinikum Essen
  • Prof. Michael Kohn, Adolescent and Young Adult Medicine, Westmead Hospital, University of Sydney, Australia
  • Dr. Sloane Madden, Child and Adolescent Medicine, The Children’s Hospital at Westmead, University of Sydney, Australia
  • Prof. Daniel Le Grange, Eating Disorders Program, Department of Psychiatry, UCSF Weill Institute for Neurosciences, University of California, San Francisco

Projektleitung

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Janine Nadler (M.Sc. Ernährungswissenschaften)